Der Kindergipfel (KIGI) ist ein großes Treffen für Kinder und Jugendliche zwischen 10 und 14 Jahren.
Unter dem Motto "Kinder reden, Erwachsene hören zu“ treffen wir uns alle zwei Jahre um eure Forderungen und Selbstverpflichtungen für eine bessere und gerechtere Welt zu sammeln und mit der Öffentlichkeit zu diskutieren. 

Oberbürgermeister Peter Feldmann im Interview!

Schirmherr des Kindergipfels 2016 ist Peter Feldmann, Oberbürgermeister von Frankfurt (Main). In einem kleinen Interview erzählt er uns, woran er denkt, wenn er an Afrika denkt, was die Stadt Frankfurt gegen Rassismus unternimmt und was er uns für den Kindergipfel mitgeben will...

1. Woran denken Sie, wenn Sie an Afrika denken?
 
Zunächst einmal an unsere Städtefreundschaft mit Kairo, die wir dringend stärker mit Leben füllen müssen.

Dann denke ich spontan, wie wahrscheinlich viele Menschen, an Hunger, Not und Flucht. Ich erinnere mich dann aber an unser Willkommensfest in der Paulskirche, da haben wir aus Afrika geflüchtete Menschen eingeladen. Und mir wurde bewusst: Viele der aus Nordafrika zu uns kommenden Menschen sind sehr gebildet, hoch motiviert. An die denke ich jetzt immer, wenn ich an Afrika denke.
 
2. Wie geht die Stadt Frankfurt mit dem Thema Rassismus um?
 
Wir haben das Amt für Multikulturelle Angelegenheiten (Amka). Gemeinsam mit diesem Amt habe ich Vorschläge erarbeitet, wie mehr Menschen, die mal aus anderen Ländern kamen, oder deren Eltern aus anderen Ländern zu uns kamen, besser eine Stelle bei der Stadt Frankfurt finden können. Ich glaube, wenn es mehr Polizisten, Lehrer, Erzieher gibt, die einen Migrationshintergrund haben, dann nimmt auch der Rassismus ab, weil dann viele merken: Die sind ja genau wie wir!

Das Amka macht viele weitere Projekte, wie Konfliktmanagement bei Streit oder Präventionsarbeit. Bitte unter: www.vielfalt-bewegt-frankfurt.de/de Nachschauen, da ist auch das Integrationskonzept der Stadt Frankfurt. Dann haben wir Richtlinien der Stadt gegen Diskriminierung und eine gemeinsame Erklärung gegen Rassismus und Antisemitismus. Ein zweites tolles Projekt ist die Parade der Kulturen. Also. Save the Date: Am 25.Juni steigt da wieder die Party. Alle sind herzlich eingeladen!
 
3. Gibt es eine Zusammenarbeit der Stadt Frankfurt mit Städten oder Initiativen aus afrikanischen Ländern?
 
Wie gesagt haben wir eine Städtefreundschaft mit Kairo und beteiligen uns an einem städteübergreifenden Projekt, zu dem es nähere Infos unter www.rapid-planning.net/index.html gibt. Dort wollen wir gemeinsame Stadtplanung und Infrastrukturprojekte entwickeln und auswerten. 
 
4. Was geben Sie den Kindern und Jugendlichen für den Kindergipfel mit?
 
Es gibt keine dummen Fragen, nur dumme Antworten…